Virginia Satir
Unter Systemischer Therapie oder Familientherapie werden verschiedene Ansätze gezählt, deren Anliegen es ist, ungünstige Interaktionen in Familien- oder Beziehungssystemen zu verändern. Ein Ansatz ist zum Beispiel der von Virginia Satir.
Durch ungünstige Interaktionen und diffuse Kommunikation werden ungünstige Familien- und Beziehungsmuster aufrechterhalten und tragen damit zur Chronifizierung bei. Man nimmt an, dass wenn man die Kommunikation und Interaktion in einem System verbessert, dann auch Symptome des Systemmitglieds verschwinden. Dieses Familienmitglied übernimmt als Symptomträger (auch Indexpatient genannt) eine wichtige Rolle in der Stabilisierung eines Familiensystems, z.B. das Kind, das wieder einnässt, damit der Vater die Familie nicht verlässt.
Die sehr wirksamen Techniken der Familientherapie (z.B. das Zirkuläre Fragen, Kommunikationstraining oder Familienskulpturen) lassen sich am besten bei Familien und Paaren einsetzen, sind aber auch in der Einzeltherapie sehr nützlich.
Literatur über systemische Therapie finden Sie im Carl-Auer-Verlag
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