Mündlichen Überprüfung zur Heilpraktikerin Psychotherapie in Braunschweig, November 2009

Gedächtnisprotokoll mündliche Prüfung HPP Braunschweig 16. November 2009

Das Prüfungskomitee setzte sich zusammen aus Herrn Schäfer (Amtsgericht), Frau Dr. Geese (Psychiaterin und Ärztin) und Herr Lux (Psychologe)

Nach einer freundlichen Begrüßung und Sichtung des Personalausweises kurze Vorstellung der anwesenden Personen. Herr Lux begann mit seinen Fragen bezüglich Therapiemethoden. Vorab stellte er noch die Frage, weshalb ich denn die Zulassung anstrebe. Nach meiner Antwort hierzu kamen die folgenden Fragen:

Grundlagen Gesprächspsychotherapie nach Rogers?(Echtheit, Wertschätzung/ Akzeptanz und Empathie)

Wie zeigt man Empathie und was macht der Therapeut, wenn er Abneigung gegenüber dem Klienten verspürt? (z.B. Supervision, Selbstreflektion)

Verhaltenstherapie? Grundlagen, Methoden? (Lerntheorie, klassische Konditionierung, operantes Konditionierung, Systematische Desensibilisierung,…)

Wann kann man die Systematische Desensibilisierung anwenden? Zeigen Sie die Vorgehensweise an einem Beispiel auf. (z.B. Spinnenphobie)

Wissen Sie was Flooding ist und wann kann man das einsetzten? (z.B. bei Panikstörungen)

Kennen Sie Kommunikationstheorien /-modelle? (z.B. Schulz von Thun, Paul Wazlawik)

Nennen Sie ein Beispiel hierzu.

Dann hatte Herr Lux keine weiteren Fragen und Frau Dr. Geese machte weiter.

Mit welcher Klientengruppe möchten Sie zukünftig arbeiten?

Können Sie mir Persönlichkeitsstörungen nennen? Welche kennen Sie?

Eine die nicht direkt darunter fällt, haben Sie noch nicht genannt, fällt Ihnen noch eine ein? (Narzistische PS)

Grenzen Sie diese zur Histrionischen PS ab. Was meinen Sie, welche Schwierigkeiten es in einer Therapie mit solch einem Klienten gibt? (z.B. nicht ernst gemeinte Änderungswünsche, nur Aufmerksamkeit)

Können Sie die Merkmale einer Borderline Ps nennen?

Welche Schwierigkeiten kann es bei stationärer Behandlung geben in Bezug auf das Betreuerteam? (z.B. gegenseitiges Ausspielen oder einer als Guter alle anderen sind die Bösen)

Anderes Thema: Sagen Sie bitte etwas zur Manie. (affektive Störung, oft im bipolaren Zusammenhang, Merkmale…)

Wie kann man Manie behandeln, wie geht man mit einem Maniker um? (z.B. Lithium, ggf. Zwangseinweisung aufgrund von Eigen-oder Fremdgefährdung…)

Was kann man tun, wenn ein Maniker bereits sehr viel Geld ausgegeben hat und z.B zwei Porsche gekauft hat? (Geschäftsunfähigkeit aufgrund fehlender Fähigkeit zur Abgabe einer Willenserklärung, daraufhin Rückgabe der Porsche)

Dann gab es keine weiteren Fragen mehr und ich wurde gebeten einen Moment draußen zu warten. Meine Antworten hier nur in Klammern und in wenigen Stichpunkten. In der Prüfung war es natürlich ausführlicher. Da ich eigentlich nur eine Frage nicht auf Anhieb beantworten konnte, war ich ziemlich sicher bestanden zu haben. Das bekam ich dann auch kurze Zeit später bestätigt.

Insgesamt war die Atmosphäre sehr nett und freundlich. Die Prüfer waren zugewandt und auch mal für einen Spaß zu haben. Jedoch ist eine gründliche Vorbereitung notwendig, da einfach überhaupt nicht klar ist, in welche Richtung die Fragen gehen. Ich hab viel Zeit mit der Vorbereitung investiert und denke das war auch der Grund für das sehr gute Bestehen. (Laut Prüfer).

Es ist zu schaffen!

Viel Erfolg allen denjenigen, denen diese Prüfung noch bevorsteht.

Beate


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