Mündlichen Überprüfung zur Heilpraktikerin Psychotherapie in Braunschweig Januar 2010

Sehr geehrter Herr Ehlert, sehr geehrte Frau Ehlert,

am 11.01.2010 habe ich meine Prüfung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie bestanden.
Ihre Internetseite war mir hierbei eine sehr große Hilfe. Sowohl die Hinterlegung der schriftlichen Prüfungen, als auch die Protokolle der mündlichen Prüfung waren für mich sehr hilfreich.
Schade, dass sie keine Kurse in Braunschweig anbieten, ich wäre sehr gern zu ihnen gegangen.

Um einen kleinen Teil, der Unterstützung zurückgeben zu können, würde ich gern für die nachkommenden Prüflinge mein Gedächtnisprotokoll zur Verfügung stellen.

11.01.2010 - Landesschulbehörde Braunschweig / Dienstgebäude
Termin 16:00 Uhr /
durch die problematische Wetterlage war ich schon um 14:45 im Gebäude, sicherheitshalber ;-)

so bekam ich 3 Vorgänger mit, die alle ihre Prüfung bestanden haben :-)

Inhalte derer mündlichen Prüfungen= Kurzmitteilungen :
Abwehrmechanismen, wann wirkt Lithium nicht, oder sollte es nicht gegeben werden?, Manie, Zwangseinweisung (ganz genauer Ablauf), Psychoanalyse (Inhalte), Depressionen, Schizophrenie

Nach einer Stunde Verspätung um 17:00 Uhr war es dann für mich soweit.

Ich habe ein schlechtes Namensgedächtnis und kann die Namen der Prüfer nicht wiedergeben!
Es war ein Heilpraktiker für Psychotherapie als Protokollführer (Herr Knittel?), ein Psychologischer Psychotherapeut, und eine Psychiaterin.

Ich wurde sehr freundlich begrüßt, Herr K. sagte: endlich mal jemand der lacht.
Herr K. erklärte den Ablauf, dass er nur das Protokoll führt und keine Fragen stellen wird, ich drückte mein Bedauern dadrüber aus. Der Psychologische Psychotherapeut (sorry?) erklärte mir, dass er mich zu den Therapieformen befragen würde.
Ich wurde gefragt, warum ich Heilpraktikerin für Psychotherapie werden wollte.
Ich führte aus, dass ich an einer Schule für benachteiligte junge Erwachsene als Ausbilderin tätig bin und es dort gut integrieren kann. Ich erzählte, das ich bereits ein Studium (ILS) in praktischer Psychologie und das Studium zum Psychologischen Berater (ILS) absolviert habe. Ich führte hier auch aus, mit welchen Störungsbildern ich es beruflich zu tun habe, z.B. Borderline, Angststörungen, Depressionen u.v.m

Fragen zur:
Verhaltenstherapie ( Konditionierung, Gegenkondionierung, Flooding)
Warum die Verhaltenstherapie und bei welchen Krankheitsbildern?
Gesprächstherapie nach Rogers (Inhalte)
Unterschied Psychologische Beratung zur Therapie
Hier gab ich als Beispiel an, dass ich die Verhaltenstherapie eher für eine Beratung, als für eine Therapie halten würde, weil sie nur an dem Problem an sich arbeitet und nicht an der Ursache.
Man empfand meine Ausführung interessant.
Fragen zur Angststörung, gelernte Angst usw.

Zwischen-drin habe ich noch erzählt, dass ich bevor ich mein Studium begonnen hatte, 1 Jahr lang eine Therapie gemacht habe um meine eigenen „Baustellen“ aufzuräumen, bevor ich auf die Menschheit losgelassen werde. Als eine Art „Supervision“.
Sie haben gelacht und gesagt, sie hätten noch nie gehört, dass jemand das vor dem Studium macht.

Dann war schon die Psychiaterin (sorry?) am Zuge:
Fragen zur Borderline, Symptome....., Gründe für Borderline (u.a.Missbrauch),
ich gab u.a. die dissoziativen Störungen an und wurde dazu befragt.
Neuroleptika (Namen), Wirkung, wann wird es gegeben, Nebenwirkungen, Arten von Neuroleptika (da kam ich nicht auf die A-typischen....)

Dann kamen noch Fragen zur Demenz...
Welche Demenzkrankheiten kennen sie?
Ursachen für die vaskuläre Demenzerkrankung
(hier hatte ich einen Hänger!)= Diabetes und der Schlaganfall,
ich hatte so Sachen drauf, wie Alkohol, Aids, MS usw. puuuuh...........

Bei diesem Thema hatte ich erklärt, dass die Demenz mir eine ganz schöne Angst beim Lernen eingejagt hatte.
Die Psychiaterin sagte mir zum Schluss, dass ich keine Angst davor haben bräuchte.

Dann war die Zeit auch schon vorbei, ich wurde gebeten kurz hinaus zu gehen , weil sie sich noch beraten müssten, mit der Anmerkung es wird sicher nicht lange dauern.

Es hat wirklich nur Sekunden gedauert und ich wurde wieder hinein gebeten. Mit einem großen Lächeln wurde mir verkündet, dass ich die Prüfung bestanden hätte, sie waren sich da sehr schnell einig.

Ganz ehrlich, ich hatte nicht das Gefühl, mich in einer Prüfung zu befinden, sondern es war eher wie eine Unterhaltung. Als ich fertig war, war ich fast ein bisschen traurig und hätte mit den Prüfern gern noch einen Kaffee, oder ein Glas Wein getrunken. Sie waren so nett und freundlich und wir haben wirklich während der Prüfung auch gelacht.

Mein Tipp: Seit einfach ihr selbst und glaubt an euch, seit offen und zeigt Echtheit ;-)

Nochmal vielen Dank für die Unterstützung ….....

Mit freundlichem Gruß
Kirsten


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